Lebenslauf / CV

Yvette Coetzee-Hannemann ist 1976 in Pretoria, Südafrika geboren. Sie ist mit drei Sprachen aufgewachsen (Englisch, Deutsch und Afrikaans). Seit 2001 lebt sie in Berlin. Sie arbeitet als freie Sprecherin, Schauspielerin, Autorin und Übersetzerin und entwickelt eigene Konzepte für Theaterprojekte. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder (geboren 2010 & 2013), die auch der heitere Grund dafür sind, dass sie sich in den letzten Jahren vorübergehend auf ihre Arbeit als Sprecherin konzentriert hat. 

AUSBILDUNG:

1996-1999 – Theaterausbildung an der Universität Kapstadt (UCT), Abschluss Cum Laude.

Preise & Stipendien: William Duncan Prize (1996-1999), Dean’s Merrit List (1996-1999), Ruth Peffers Prize 1999 (Nachwuchstalent der UCT Darstellende Künste Abteilung).

SCHAUSPIEL

BÜHNE (Auswahl):

  • UNSERDEUTSCH (Spiel, Mitarbeit bei Stückentwicklung, 2009-2013)
    Dokumentarisches Theaterprojekt über die einzige existierende, in der ehemaligen deutschen Kolonie Papua Neu-Guinea entstandene und vom Aussterben bedrohte deutsche Kreolsprache.
    Regie: Nicola Unger. Premiere: Akademie der Künste, Berlin. Vorstellungen im Rotterdamse Schouwburg, Theater Zeebelt(Den Haag), Kampnagel und Museum für Völkerkunde (Hamburg), Societaetstheater Dresden, Stadttheater Bremerhaven, Münchner Stadtmuseum und Theater Erlangen.
    Mehr: www.kampnagel.de/de/programm/archiv/?rubrik=archiv&detail=518 
  • Endstation Echtzeit (Konzept und Künstlerische Leitung, 2009)
    Spartenübergreifendes Projekt über den „rasenden Stillstand“ mit Schauspielern, Figurenspielern, Tänzern & Musikern.
    Text: Thomas Melle. Ko-Regie: Eike Hannemann und Katja F.M. Wolf.
    Eine Kooperation mit FITZ! Stuttgart, Schloss Bröllin e.V., Theaterdiscounter Berlin und FFT Düsseldorf. Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds. Mehr: www.wonderful-catastrophe.de
  • Keine Palmen. Keine Löwen. Keine Affen. (Text und Spiel, 2008-2013)
    Solo. Auseinandersetzung über die geteilte Geschichte Deutschlands/ Namibias, ausgehend von der Familiengeschichte der Künstlerin.
    Regie: Anne Hirth. Ausstattung: Alexandra Süßmilch/ Marlen Melzow. Produktion: Katja Kettner.
    Unterstützt vom Fonds Darstellende Künste; FB Kultur des Bezirksamtes Pankow Berlin.
    Vorstellungen: Cheb (Tschechien), Forum Freies Theater Düsseldorf, 16. Internationales FigurentheaterfestivalNürnberg/ Erlangen, Theater unterm Dach und Sophiensaele Berlin, Imaginale Festival 2010 Stuttgart, „Blickwechsel“ Festival Magdeburg, Lindenfels Westflügel Leipzig, Int. Figurentheaterfestival 2013 München.; F40 The English Theatre Berlin. Mehr: www.buerofuerzeitundraum.de/produktionen/palm.
  • WESTFLUG (Spielerin, Rolle: Officer Perry, 2007)
    Dokumentarischer Theaterabend über ein polnischen LOT Flugzeug, das im Kalten Krieg nach Tempelhof entführt wurde. Die Insassen mussten damals innerhalb weniger Stunden entscheiden, ob sie im Westen bleiben oder in den Osten zurückkehren wollten.
    Regie: Tobias Rausch. Lunatiks in Koproduktion mit den Sophiensaelen, Flughafen Tempelhof, Berlin.
  • LA MAREA (Spielerin, Rolle: die Klavierspielerin, 2007)
    Performance mit Schaufensterbespielung in der Wrangelstrasse (Berlin-Kreuzberg).
    Regie: Mariano Pensotti, Hebbel am Ufer.
  • Bagger ohne Baustelle. (Text und Spiel, 2007)
    Performance der Projektbeschreibung eines geplanten, leider unrealisierten Theaterprojekts mit Baggern zum Abriss des Palastes der Republik.
    Vorstellungen im Theaterdiscounter und HAU3, Berlin.
  • Der 1. Berliner Jammerwettbewerb (Konzept, Regie, Produktionsleitung, 2005)
    Eine Jammer-Gameshow. Große Teile des Abends wurden improvisiert (mit Input vom Publikum). Vorstellungen im Theaterdiscounter, Berlin.
  • Die Wahl der fantastischen Möglichkeit (Text & Spiel, 2002-2011)
    Ein Solo über die Großstadtund die Millionen Menschen, die täglich aneinander vorbei rennen.
    Regie: Hendrik Mannes. Aufführungen an mehreren Figurentheaterfestivals und Theatern, u. a. Stadelhofen Zürich, FIDENA Bochum, 14. Int. Figurentheater Festival Nürnberg/ Erlangen; FFT Düsseldorf, FITZ Stuttgart, Westflügel Lindenfels Leipzig, Zeitraum EXIT Mannheim, Thespis Festival Kiel, Societaetstheater Dresden, HAU 2 Berlin.
    Mehr: www.die-wahl-der-fantastischen.de. 
  • The Chimp Project (Figurenspielerin/Schauspielerin. Weibliche Hauptrolle. 2000) mit der international angesehenen Handspring Puppet Company.
    Aufführungen in Südafrika (Market Theatre, Johannesburg; National Arts Festival, Grahamstown; Nico Malan Theatre, Kapstadt), Deutschland (Festival Theaterformen (Expo 2000) Hannover; Ruhrfestspiele Recklinghausen; Tafelhalle Nürnberg; Schauburg München; Kunstfest Weimar 2000); Schweiz (Theater Festival Basel) und Frankreich (Theatre de Rungis, Paris; Theâtre du Grand Marché, Reunion)

FILM (Auswahl):
Fünf Zimmer (Hauptrolle, Kerstin, 2005)
Regie: M. Barth, KHM Abschlussfilm. Premiere: Hofer Filmtage.
Förderpreis des Kultusministeriums NRW.

TEXTE:

Arbeits- und Recherchestipendium für Literatur des Berliner Senats für die Weiterentwicklung des Theaterstücks KEINE PALMEN … zu einem Roman (2015).

Übersetzungsarbeit für „Kleine Internationale Theater Agentur“. Übertitelungstexte für Eisler on the Beach am Deutschen Theater Berlin (2015).

Theaterstücke:
Keine Palmen. Keine Löwen. Keine Affen. (2008)

Windpomp oder Die Sehnsucht der Anna Karla Fanny Kasch (2006)

Bagger ohne Baustelle (2006)

Die Wahl der fantastischen Möglichkeit (2002)

Cyclops, Abschlussarbeit an der Universität Kapstadt (Theaterstück, 2000)

Veröffentlichung im South African Theatre Journal:
Visibly invisible: The role of the puppeteer in The Handspring Puppet Company’s „Ubu and the Truth Commission“ (1998)